Roland Moser

Roland Moser, Schweizer Musikpreis 2021
Roland Moser
© Louis Moser

Roland Moser

Tondichtender Alchemist

Roland Moser, geboren 1943 in Bern, setzt sich mit nie versiegendem Forschergeist mit neuen Tonsystemen, der Epoche der Romantik und dem Dialog zwischen Klang und Sprache auseinander. Fast wie ein tondichtender Alchemist entwickelt dabei neuartige Spieltechniken, die erstaunliche Klangphänomene offenlegen: In seinem Solostück «Sehr mit Bassstimme sanft» von 2012 werden dem massiven Klangkörper des Kontrabasses nie gehörte Polyphonien entlockt. Ein prägendes Schlüsselerlebnis war die Aufführung von Igor Strawinskys «Threni», die Roland Moser 1958 unter der Leitung des Komponisten erlebte.

Unter Theo Hirsbrunner befasste er sich mit Werken Arnold Schönbergs und Anton Webern. Bei Sándor Veress verfeinerte er den klanglichen Ausdruck. Von 1966 bis 1969 führten ihn Studien zu Wolfgang Fortner an die Musikhochschule in Freiburg im Breisgau und nach Köln ins Studio für elektronische Musik. Roland Moser lehrte als Dozent für Musiktheorie und Komposition am Konservatorium Winterthur, danach an der Musikakademie Basel. Sein umfangreiches Oeuvre umfasst ebenso feinklangliche Solo-Stücke, kammermusikalische Werke bis hin zu grossangelegten Opern. Heute lebt er mit seiner Frau, der Cellistin Käthi Gohl Moser, in Allschwil bei Basel.

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Neigung: I. Quasi scherzo mit zwei Trios

Roland Moser: Wal (1980/1983)

Roland Moser: Nach deutschen Volksliedern (on German folk songs) for Soprano & Ensemble

Pierrot Soldat

CH 05 Roland Moser (1943): Vier Hände (2015)