Ursula Hiestand
Das Leben gestalten
Ursula Hiestands (*1936 in Zürich, lebt in Zollikon ZH) Lebenswerk verbindet Gestaltung, gesellschaftliche Verantwortung und praktische Lebenswelt. Gemeinsam mit ihrem Mann Ernst Hiestand führte sie ab 1960 das Atelier E + U Hiestand in Zürich, das sich durch Klarheit, Sachlichkeit sowie eine konsequente Ökonomie der Mittel auszeichnete.
Zu ihren bekanntesten Projekten zählen das Corporate Design der Warenhauskette ABM, das Informationssystem der Zürcher Verkehrsbetriebe, das Informationssystem für das Centre Georges Pompidou in Paris sowie die Gestaltung der Schweizer Banknotenserie von 1976 bis 2000. Diese Arbeiten prägten das kollektive visuelle Gedächtnis der Schweiz nachhaltig.
Ursula Hiestand nahm als eine der ersten Frauen in der Alliance Graphique Internationale (AGI) Schweiz eine Pionierrolle ein. Die Eidgenössische Designkommission würdigt ihr Wirken als wegweisend für das moderne Schweizer Grafikdesign; die dort entstandenen Entwürfe wirken bis heute im öffentlichen Raum und trugen zur internationalen Verbreitung zentraler Prinzipien des «Swiss Style» bei. Als Präsidentin der Schulkommission der Berufsschule für Gestaltung Zürich (2002–2009) engagierte sich Ursula Hiestand massgeblich für die Qualität der Ausbildung und den Erhalt des gestalterischen Vorkurses.
Das Atelier, das sie seit 1980 allein weiterführte, verantwortete unter zahlreichen weiteren Projekten die gesamte ABM-Werbung bis 1994. Ihr Lebenswerk verknüpft gestalterische Qualität mit gesellschaftlicher Haltung und ist bis heute für nachfolgende Generationen wegweisend.








