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Veröffentlicht am 27. Mai 2020

Awarded

PortenierRoth: Sabine Portenier / Evelyne Roth

Modekollektionen 'Croisière 11' und 'Croisière 12' (2011/2012)

Mode- und Textildesign

Jurybericht

Eine ganzjährige Liebeserklärung
Sa­bi­ne Por­te­ni­er und Eve­ly­ne Roth haben mit den Ganz­jah­res­kol­lek­tio­nen 'Croi­sière 11' und 'Croi­sière 12' den Eid­ge­nös­si­schen Preis für De­sign 2012 ge­won­nen. Diese Kol­lek­tio­nen wurde für Frau­en mit und ohne Kur­ven ent­wor­fen, die eine ge­wis­se Selbst­ver­ständ­lich­keit aus­strah­len; sie ste­hen für Mode, die ein Ge­fühl von Frei­heit ver­mit­teln soll. Ein­zel­ne Haupt­ele­men­te der Kol­lek­tio­nen sind für jede Sai­son ge­eig­net und las­sen sich pro­blem­los mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Für die De­si­gne­rin­nen ist der Aus­druck von Sinn­lich­keit wich­tig, die­ser soll die Trä­ge­rin­nen im All­tag je­doch nicht ein­schrän­ken. Viel­mehr sol­len diese selbst­be­wusst, mo­dern und zeit­los an­mu­tend durch den Tag gehen kön­nen.
'Croi­sière 11' baut auf drei Grund­schnit­ten und be­steht aus 25 ver­schie­de­nen Looks. Der erste Schritt bei den Ent­wür­fen war je­weils eine Be­we­gung von hin­ten nach vorne, ähn­lich einer fes­ten Um­ar­mung. Die Stof­fe wer­den von hin­ten auf die Kör­per ge­legt. So wird das Rück­grat zum Aus­gangs­punkt der Krea­tio­nen. Die Um­ar­mung soll auch das Trag­ge­fühl der Klei­dungs­stü­cke aus­ma­chen. Na­he­zu allen Stü­cken ist ge­mein, dass sie an der Wir­bel­säu­le eine Naht haben, die ak­zen­tu­iert wird und somit die Flä­chig­keit am Rü­cken bricht. Dies er­wirkt eine Ver­län­ge­rung der Sil­hou­et­te der Trä­ge­rin. Auf Sei­ten­näh­te wird weit­ge­hend ver­zich­tet. Die Vor­der- und Rück­an­sicht ist meist in geo­me­tri­schen For­men ge­hal­ten, die Sei­ten spie­len mit Vo­lu­men und brin­gen Schwung in den Ent­wurf.
Das Spiel mit un­ter­schied­li­chen Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten in­ter­es­siert die bei­den Mo­de­de­si­gne­rin­nen mehr als der Sai­son­be­griff. Die Trä­ge­rin soll dazu ver­führt wer­den, den so­ge­nann­ten Schich­ten­look zu nut­zen. In der Kol­lek­ti­on gibt es keine ge­füt­ter­ten Män­tel oder Ja­cken. Die ein­zel­nen Kol­lek­ti­ons­tei­le funk­tio­nie­ren in den Schich­ten als Fut­ter oder als Hülle, blei­ben aber stets auf ir­gend­ei­ne Art sicht­bar. Die Ma­te­ria­li­tät ist na­tür­lich. Leich­te Baum­wol­le wird mit gro­ben Ma­te­ria­li­en kom­bi­niert, helle, uni­far­be­ne Stof­fe wer­den nach Mög­lich­keit in Ei­gen­re­gie mit Druck, Fär­bung und Sti­cke­rei um­ge­stal­tet.
Sa­bi­ne Por­te­ni­er und Eve­ly­ne Roth haben rund um den Glo­bus Tech­ni­ken aus der Schnei­der­kunst zu­sam­men­ge­tra­gen und set­zen diese in ihren ein­zig­ar­ti­gen Schnit­ten um. Sie möch­ten dem Hand­werk in Zu­kunft mehr Ge­wicht bei­mes­sen und ver­mehrt auf Ei­gen­pro­duk­ti­on zu­rück­grei­fen. Ganz in der Nähe ihres Ate­liers in Thun ist eine Ma­nu­fak­tur im Auf­bau, an die ein Laden für den Di­rekt­ver­kauf an­gren­zen wird. Möge die­sem be­mer­kens­wer­ten Duo auch auf der Platt­form des Mark­tes viel Er­folg be­schie­den sein.

Biografie

Sabine Portenier
Geboren
1971
Ausbildung
Fashion Designer
Gruppenname
PortenierRoth

Web

auch im Jahr

2013

2014

Evelyne Roth
Geboren
1978
Ausbildung
Fashion Designer
Gruppenname
PortenierRoth

auch im Jahr

2013

2014