Patricia Draeger
Akkordeonistin zwischen den Kulturen
Patricia Draeger ist seit Jahrzehnten zwischen Volksmusik, Jazz und den Klängen weiterer musikalischer Traditionen unterwegs. Die 1964 in Zug geborene Akkordeonistin versteht ihr Instrument als verbindendes Element: Sie schafft Flächen, Sounds und Atmosphären, über die sich Musikerinnen und Musiker diverser Kulturen zu einem gemeinsamen Ganzen verbinden.
In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, begann Draeger mit vier Jahren Akkordeon zu spielen. Bald kamen Klavier und Querflöte hinzu. Ihr Weg führte sie über Studien in zeitgenössischer Musik und Aufenthalte in Amsterdam zur Neuen Volksmusik von Hans Kennels Alpine Experience und durch Europa mit dem von Yehudi Menuhin geförderten Trio Avodah sowie durch Asien mit Heiri Känzigs Tien-Shan-Express. Mit Albin Brun besteht seit über 20 Jahren eine enge Zusammenarbeit, durch Corin Curschellas lernte sie die rätoromanische Volksliedtradition kennen. Weitere wichtige Namen sind Christy Doran, Isa Wiss, Sina und natürlich ihr Mann: der Akkordeonist Sergej Simbirev, mit dem sie über 30 Jahre verheiratet ist.
Ein Atelieraufenthalt in Kairo wurde zur Schlüsselerfahrung für Draeger und führte zur Gründung ihres Ensembles Ala Fekra, einer Kollaboration mit ägyptischen Musikern. Im Dezember 2026 stellt das Ensemble die zweite CD vor.
Entschleunigung und Ruhe findet Patricia Draeger in der Natur, die sie als wichtigste Inspiration neben der Musik bezeichnet.
Auszug Jurybegründung
Patricia Draeger ist eine musikalische Grenzgängerin, stets auf Augenhöhe und fern von folkloristischem Exotismus.

