L'énigme autodidacte. The Self-Taught Enigma
Ein Ausstellungskatalog über Autodidaktik in der bildenden Kunst, der aus der Forschung einer Hochschullehrerin hervorging, überzeugt als einfaches, doch reichhaltiges Archivbuch mit geradliniger Gestaltung. Nach einigen illustrierten Essays in zweispaltigem Layout und einer Serifenschrift folgt der eigentliche Katalogteil mit sechs thematischen Sektionen. Jede beginnt mit einem einzelnen braunen Blatt – ähnlich dem Softcover – und präsentiert eine Auswahl von autodidaktischen Verfahren und Strategien anhand der Werke von fünf bis acht Künstlerinnen und Künstlern. Alle Beteiligten – die einen sehr bekannt, die anderen kaum – erhalten zwei Text- und zwei Bildseiten im immer gleichem Layout. Für einen Ausstellungskatalog mit so grossartigem Bildmaterial wirkt es auf den ersten Blick fast zu simpel, doch auf die Dauer überzeugt die rohe Archivform. Indem sämtliche Hierarchien oder Narrative vermieden werden, ergibt sich eine Gleichbewertung der Arbeiten, die dem autodidaktischen Ansatz entspricht. Die Gestaltung des Vorder- und Rückumschlags ragt heraus, und die als Titelbild Werkabbildung, ein zweigeteiltes Einbahnstrassen-Schild, deutet autodidaktische Regellosigkeit an.
Herausgeber
Charlotte Laubard, Genève (CH); Alexandre Quoi, Saint-Etienne (FR)
Autoren
various
Gestaltung
Neo Neo – Xavier Erni, Thuy-An Hoang, Genève (CH)
Druck
Graphius, Gent (BE)
Verlag
Snoeck, Gent (BE)
ISBN
978-9-46161-673-9






