Kulturerbe Darstellende Künste
Ausgewählte Projekte 2026
Kollektiv dance me to the end «KörperArchiv(e) in Resonanz»
Das Kollektiv dance me to the end, acht professionelle Tanzschaffende über 60, die seit Jahrzehnten die Schweizer und internationale zeitgenössische Tanzszene prägen, stösst mit seiner Arbeit einen dringenden Diskurs zum Thema Alter(n) im zeitgenössischen Tanz an. 2026 liegt der Fokus auf der Erforschung und Befragung ihrer KörperArchive, auch in Beziehung mit der Geschichte des Theaterhauses Gessnerallee. Im ortsspezifischen Format «Zu Gast in anderen Räumen» öffnen sich Resonanzräume zwischen verkörpertem Wissen, räumlichen Erinnerungen und dokumentarischen Spuren.
Die Zusammenarbeit mit den Tanz- und Theaterwissenschaftlerinnen Julia Wehren (SAPA – Schweizer Archiv der darstellenden Künste) und Alexandra Portmann (Universität Bern) erweitert diesen Prozess durch diskursive Formate. Öffentliche Sharings, Raumbespielungen, eine Lecture-Performance, ein Podium sowie ein begehbarer Erinnerungsraum öffnen Einblicke in die Recherche. Zentral sind Fragen zu Fragilität, Alter, Präsenz, Erfahrungs- und Erinnerungsräumen. Die individuellen Zugänge zu KörperArchiven stehen in Bezug zum spezifischen Ort.
Kontakt: we@dance-me-to-the-end.ch
Informationen: dance me to the end
«Mémoire sensible» – Vermittlungsprojekt für Tanzschulen
Das Projekt bietet Tanzschulen eine anregende Reise auf den Lebenswegen von vier Persönlichkeiten, die das choreografische Erbe der Schweiz prägen: George Balanchine, Noemi Lapzeson und Philippe & Elvire Braunschweig. Alle vier haben den Anstoss für Initiativen und Institutionen gegeben, die noch heute in der Schweiz florieren, darunter die Ballettcompagnien in Genf und Zürich, den Prix de Lausanne, Danse Transition, das Béjart Ballet und die ADC – Association pour la Danse Contemporaine. «Mémoire sensible» verknüpft anschaulich Vergangenheit mit Gegenwart, indem ehemalige Tänzerinnen und Tänzer sowie Arbeitskolleginnen und -kollegen die Inhalte weitergeben. Die Geschichten voller Erfahrungen, Anekdoten und Gesten werden in Tanzschulen vermittelt, damit sich der tänzerische Nachwuchs inspirieren lässt und den kreativen Schwung, der dem zeitgenössischen Tanz innewohnt, weiterträgt.
Videoaufzeichnungen einzelner Begegnungen sind ein wesentlicher Teil des Projekts: Dadurch bleiben nicht nur Spuren der Treffen erhalten, die Filme dienen künftigen Generationen von Tänzerinnen und Tänzern, Lehrpersonen und Forschenden auch als Hilfsmittel und Gedächtnisstütze.
Kontakt: patrice_delay@hotmail.com
danse danza tanz! – Plattform für belebte Repertoires
Die Plattform danse danza tanz! setzt sich für das Erbe und die Praktiken des Tanzes und der Choreografie in der Schweiz ein. Sie will das Nachdenken über das häufig unbekannte moderne, zeitgenössische und urbane choreografische Erbe des 20. und 21. Jahrhunderts fördern und seine Visibilität stärken, indem die Tanzpraxis von nicht- und semiprofessionellen Tänzerinnen und Tänzern über das Training hinaus aufgewertet wird. Gemeinsam mit professionellen Tanzschaffenden interpretieren sie bestehende Werke neu und zeigen Kurzstücke im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden nationalen Festivals. Wichtige choreografische Arbeiten finden so (frischen) Zugang zu einem breiten Publikum.
Dank der Unterstützung im Rahmen des Kulturerbes Darstellende Künste 2026 optimiert danse danza tanz! ihre Website und verschafft so den Projektausschreibungen und dem Ressourcenschatz rund um die Werke und ihre Neuinterpretationen mehr Sichtbarkeit.
Kontakt: admin@dansedanzatanz.ch
Informationen: danse danza tanz!


