David Knuckey, 1985
Kunst
Jurybericht
Malerei kann aus dem Zentrum ihrer Tradition oder von ihren fransenden Rändern hergedacht und praktiziert werden. David Knuckey macht beides und meidet in seinen Werken Spuren motivischer Herkunft. Diese Leere schafft ein Verlangen nach Fülle, dem in den gezeigten Arbeiten auf subtile Weise erste Fäden in den Blick gespielt werden. Intarsien gleich sind Drahtseile in haut-farbene Baumwollgewebe eingelegt und verbinden, über die Diagonalen laufend, liegende und angelehnte hochrechteckige Paneele. Hölzerne Ergänzungen der Keilrahmen stülpen die Oberflächen geometrisch ein oder aus. Regelmässig gesetzte weisse Markierungen betonen die Kanten als Begrenzung. Mit zwei kleinen Leinwänden, die auf gegenüberliegenden Wänden diagonal platziert sind, wird die Versicherung in die Tradition geankert.

