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Asa Hendry

Schweizer Literaturpreise 2026

(*1999, Val Lumnezia, GR) hat in Bern Theaterwissenschaft und Gender Studies studiert und in Giessen (D) einen Bachelor in Angewandter Theaterwissenschaft abgeschlossen, arbeitet in den Bereichen Literatur, Theater und Performance und befasst sich zurzeit mit den Schnittstellen von Bergregionen, Queerness und 3D-Animation. Asa Hendry lebt in Giessen und in Graubünden.

archiv

Mit dem Monolog archiv legt Asa Hendry einen eindrücklichen Theatertext in vierzehn Bildern vor, der die Lesenden auf den Leidensweg eines Ich-Erzählers nimmt, eine Sprache für die traumatische Geschichte des Vaters zu finden. Durch genaues Beobachten gelingt es dem Sohn, der zum «Archiv» des Vaters geworden ist, die Körpersprache des Vaters in der Wiederholung und im Dazwischen zu dekodieren, sodass das Unsagbare fassbar wird. In seiner konzentrierten, insistierend repetitiven Form wird der Text zum Appell, dass transgenerationale Traumata benannt werden müssen.

Chasa Editura Rumantscha