Pedro Lenz

Pedro Lenz

Alltagsnaher Sprachperformer

Schweizer Kleinkunstpreis 2015

Pedro Lenz,1965 in Langenthal geboren, lebt in Olten und ist Mitglied des Bühnen-projektes «Hohe Stirnen» und der Spoken-Word-Gruppe «Bern ist überall». Mit seinen Lesungen und Bühnenprojekten tourt er in rund 200 Auftritten pro Jahr durch die ganze Schweiz. Nach der Lehre als Maurer machte er auf dem zweiten Bildungsweg die Matura und studierte einige Semester spanische Literatur an der Universität Bern. Er arbeitet als Schriftsteller, schreibt Kolumnen für Zeitungen und Zeitschriften und verfasst Texte für verschiedene Theatergruppen und für das Schweizer Radio DRS. Sein Bestseller-Roman «Der Goalie bin ig» wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, als Theaterstück aufgeführt, diente als Vorlage zum gleichnamigen Spielfilm und erschien bisher in fünf Übersetzungen. Pedro Lenz wurde vor allem für sein literarisches Schaffen ausgezeichnet, u.a. mit dem Literaturpreis des Kantons Bern 2008 und dem Preis für Literatur des Kantons Solothurn 2014.
Als Duo «Hohe Stirnen» realisierte Pedro Lenz zusammen mit Patrik Neuhaus zwischen 2001 und 2013 fünf abendfüllende Bühnenprogramme, darunter «Tanze wie ne Schmätterling», oder «I bi meh aus eine». Die Texte von Pedro Lenz lassen häufig Personen sprechen, die sich im Leben nicht zurecht finden. Es entstehen tragische, bedrückende oder beglückende Alltagsgeschichten, die gleichzeitig viele verschiedene Lebensstile beschreiben. Das nur allzu Menschliche darin lässt einem die Figuren und Situationen sehr bekannt erscheinen. Viel rhythmisches Gespür und ein kritischer, jedoch liebevoller Blick machen diese Texte zu literarischen Kunststücken und performativen Erlebnissen.

Als Duo «Hohe Stirnen» realisierte Pedro Lenz zusammen mit Patrik Neuhaus zwischen 2001 und 2013 fünf abendfüllende Bühnenprogramme, darunter «Tanze wie ne Schmätterling», oder «I bi meh aus eine». Die Texte von Pedro Lenz lassen häufig Personen sprechen, die sich im Leben nicht zurecht finden. Es entstehen tragische, bedrückende oder beglückende Alltagsgeschichten, die gleichzeitig viele verschiedene Lebensstile beschreiben. Das nur allzu Menschliche darin lässt einem die Figuren und Situationen sehr bekannt erscheinen. Viel rhythmisches Gespür und ein kritischer, jedoch liebevoller Blick machen diese Texte zu literarischen Kunststücken und performativen Erlebnissen.

«Es kommt selten vor, dass ein Schweizer Künstler gleich in mehreren Sparten Preise abholen kann: in Literatur, Film und Theater. Gäbe es ein Bundesamt fürs Mauern, Pedro Lenz hätte wohl auch den Schweizer Pflasterpreis abgeräumt.
Als Maurer hat er gelernt Mauern aufzubauen - als Schriftsteller reisst er sie nieder.
Nicht nur die Mauern zwischen den Sparten. Er klopft mit feinem Gehör Varianten menschlichen Mauerbaus ab, tastet sich an Schutz- und Abschottungsmauern entlang zum weichen Kern vor und lässt uns ins Schutzlose der Menschen schauen.
Seine Texte sind nicht literarisch aufgebauschte Landschaften, es sind knapp und klar behauene Steine. Sie haben die Direktheit von gesprochener Sprache – und daher die Dynamik und Dramatik des Theaters.
Sie beschreiben nicht, sie spielen.»

Gardi Hutter, Mitglied der Eidgenössischen Jury für Theater